Eine Fülle schöner Fotografien zeigte der Bezirk Rhein-Neckar des Deutschen Verbands für Fotografie.
Von zehn Fotoclubs der Region und vom Ehrenpräsident Walter Spiegel stammten die eingereichten Aufnahmen für die 22. Bezirksschau. Bruno Erni, der Zweite Landesvorsitzende, hatte daraus eine sehenswerte Multimediaschau zusammengestellt.
Zahlreich kamen die geladenen Gäste zur Vernissage. Im Mehrzweckraum der Auwiesenhalle sahen sie die umfangreiche Präsentation. Für die Öffentlichkeit gab es eine zweite Vorstellung der über einstündigen, mit Musik unterlegten Bilderfolge.
Ausrichter war der Fotoklub der Volkshochschule „Reflex 82“. Sein Vorsitzender, Altmeister Horst Kunert, begrüßte die Abordnungen der teilnehmenden Clubs sowie den Landesvorsitzenden Jochen Preuß und als Schirmherrn Bürgermeister Hans-Jürgen Moos. „Lassen Sie sich überraschen“, sagte er, ehe der Beamer die Bilder auf die Leinwand warf.
„Tiere im Zoo“ eröffneten brillant und gestochen scharf. Von der Fotogruppe Edingen kam der Beitrag.
Bei seinen Makro- und Nahaufnahmen hatte der Fotoclub Weinheim den Schmetterlingen unter die Flügel und den Fliegen auf die Beine geschaut.
Der Fotozirkel Mannheim steuerte Landschaftsaufnahmen bei.
Die Schattenfänger, erstmals bei einer Bezirksfotoschau vertreten, hielten unter der Überschrift „Geometrie“ die Motive der Wirklichkeit in abstrakter Sicht fest. Da war auch computertechnische Bearbeitung im Spiel.
Zum Thema „Verbindungen“ hatte sich der Fotoclub Sinsheim etwas einfallen lassen – Wege, Treppen, Brücken, menschliche und technische Verbindungen.
Überragend waren die gezeigten Arbeiten von Walter Spiegel. Bei seiner Serie aus Nordafrika wurde deutlich, dass Fotografieren Kunst ist.
Beeindruckt gingen die Zuschauer in die Pause. Man sprach über das Gesehene, tauschte Erfahrungen aus und freute sich, unter den Anwesenden viele Bekannte zu treffen.
Dann war man bereit für neue Eindrücke: Die Naturfreunde aus Mannheim ließen die Augen in vielen schönen Ansichten schwelgen – von Insekten, Orchideen und eindrucksvollen Landschaften.
Die Sandhausener Gruppe „Auslöser 83“ zeigte Aufnahmen voller Licht, die Umrisse betonten, Schatten mit einbezogen und mit raffiniertem Lichteinfall spielten.
In der Fotoserie der Gastgeber fügte sich Naturaufnahme zu Naturaufnahme in kunstvoller Überblendung. Blumen, Tiere und Landschaften ergaben eine dichte Abfolge immer neuer Seherlebnisse. Gekonnt hatten die geschulten Augen hinter der Kamera jedes Bild eingefangen.
Den Blick über die abgelichteten Dinge hinaus richteten die Fotofreunde aus Ketsch. Zum Thema „Vergänglichkeit“ hatten sie die Schönheit gealterter Fassaden oder von Weggeworfenem in die digitale Konserve gebannt.
Ein echter Hingucker waren zum Schluss die Schaufensterpuppen, die die Mitglieder des Fotoclubs Ketsch abgelichtet hatten.
Die Schau zeigte, wie wichtig noch immer der gute Blick des Fotografen ist, dass heutzutage aber auch das Beherrschen der digitalen Technik zum Handwerk gehört.
Quelle: RNZ vom 5.12.2011